Herzgesundheit: Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung — Empfehlungen zur Herzgesundheit in Deutschland

Author: Feras Alayed

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Category: heart

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Herzgesundheit: Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung — Empfehlungen für Herzgesundheit in Deutschland

TL;DR

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt Menschen in Deutschland, große kardiovaskuläre Risikofaktoren durch bewährte Lebensstilmaßnahmen zu verringern (nicht rauchen, aktiv sein, ein gesundes Gewicht anstreben, sich mediterran ernähren, Salz reduzieren), an routinemäßigen Check-ups teilzunehmen (z. B. Check-up 35), die eigenen Werte zu kennen (Blutdruck, LDL-Cholesterin, Nüchternblutzucker in mg/dL) und bei Bedarf leitlinienbasierte medizinische Behandlungen zu befolgen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache in Deutschland — Prävention rettet Leben. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Koerperliche-Gesundheit/Herz-Kreislauf/herz-kreislauf-erkrankungen-node.html?utm_source=openai))

Kernaussagen

  • Herzkrankheiten (insbesondere koronare Herzkrankheit) sind die häufigste Todesursache in Deutschland; viele Fälle sind vermeidbar. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeiten-und-Presse/Meldungen/Archiv/2025-06-11_JHealthMonit-Koronare_Herzkrankheit_Mortalitaet.html?utm_source=openai))
  • Die Deutsche Herzstiftung betont, die „Big Five“ veränderbaren Risikofaktoren anzugehen: hoher Blutdruck, erhöhtes LDL‑Cholesterin, Rauchen, Übergewicht/Bewegungsmangel und Diabetes. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/herzgesundheit-ist-kein-zufall-jetzt-gegen-big-five-risikofaktoren-fuer-herzinfarkt-aktiv-werden-3406339?utm_source=openai))
  • Regelmäßige Gesundheitschecks (Check-up 35 und hausärztliche Nachsorge) sind im deutschen gesetzlichen Gesundheitssystem ein Einstieg zur Risikoerkennung. ([meine-krankenkasse.de](https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/check-up?utm_source=openai))
  • Validierte Risikowerkzeuge (SCORE2) verwenden und die Leitlinienrahmen der ESC/Europa sowie nationale Leitlinien für die Entscheidungsfindung befolgen. ([academic.oup.com](https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/34/3227/6358713?utm_source=openai))
  • Öffentliche Gesundheitsmaßnahmen (Salzreduktion in verarbeiteten Lebensmitteln, Tabakkontrolle, Grippeschutzimpfung) und individuelle medizinische Versorgung zusammen reduzieren die kardiovaskuläre Belastung. Das BfR und andere deutsche Institutionen unterstützen Strategien zur Salzreduktion. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))

Warum Herzgesundheit in Deutschland wichtig ist

Herz- und Gefäßkrankheiten sind weiterhin die führende Todesursache in Deutschland und verursachen einen erheblichen Anteil der Krankenhausaufnahmen und chronischen Behinderungen. Das Robert Koch-Institut (RKI) und nationale Herzberichte zeigen, dass die koronare Herzkrankheit (KHK) und Herzinsuffizienz weiterhin bedeutende Herausforderungen der öffentlichen Gesundheit darstellen; im Jahr 2023 entfielen auf die KHK viele Todesfälle, und die altersstandardisierte Mortalität wird vom RKI genau beobachtet. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeiten-und-Presse/Meldungen/Archiv/2025-06-11_JHealthMonit-Koronare_Herzkrankheit_Mortalitaet.html?utm_source=openai))

Gleichzeitig weist ein hoher Anteil der Bevölkerung veränderbare Risikofaktoren auf: arterielle Hypertonie, erhöhtes LDL‑Cholesterin, Übergewicht/Adipositas, Rauchen und Diabetes sind in verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland weit verbreitet. Nationale Daten und der Deutsche Herzbericht unterstreichen die Dominanz dieser Risikofaktoren bei rehabilitierten Herzpatienten und in der Allgemeinbevölkerung. ([herzmedizin.de](https://herzmedizin.de/meta/presse/pressemitteilungen/2025/herzbericht-2025?utm_source=openai))

Was die Deutsche Herzstiftung empfiehlt

Die Deutsche Herzstiftung (German Heart Foundation) stellt patientenorientierte, evidenzbasierte Empfehlungen bereit, die mit den europäischen kardiologischen Leitlinien übereinstimmen. Wichtige öffentliche Empfehlungen, die in den Materialien der Herzstiftung wiederholt betont werden, umfassen:

  • Kennen Sie Ihr Risiko. Regelmäßige Kontrollen zur Messung des Blutdrucks, des Nüchternblutzuckers (in diesem Artikel in mg/dL angegeben; 100 mg/dL ≈ 5,6 mmol/L) und des Cholesterins helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Herzstiftung empfiehlt, die SCORE2-Risikobewertung mit Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt zu besprechen, wenn Sie 40 Jahre oder älter sind. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/herzgesundheit-ist-kein-zufall-jetzt-gegen-big-five-risikofaktoren-fuer-herzinfarkt-aktiv-werden-3406339?utm_source=openai))
  • Blutdruck kontrollieren. Bluthochdruck ist der wichtigste modifizierbare Risikofaktor — behandeln Sie ihn durch Lebensstilmaßnahmen und bei Bedarf medikamentös. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/risiko-fuer-herzinfarkt-und-ploetzlichen-herztod-senken-aerzte-raten-zu-diesen-acht-massnahmen-3411837?utm_source=openai))
  • LDL‑Cholesterin auf Zielwerte senken. Für Personen mit hohem kardiovaskulärem Risiko wird eine leitliniengerechte LDL‑C‑Senkung mit Statinen (und bei Indikation mit neueren Wirkstoffen) empfohlen. Die Herzstiftung unterstützt eine risikoadaptierte Lipidsenkung. ([deutschesgesundheitsportal.de](https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2026/04/22/infarkt-risiko-ldl-cholesterinsenkung-selten-und-lueckenhaft/?utm_source=openai))
  • Diabetes vorbeugen und behandeln. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) betont die enge Verbindung zwischen Diabetes und Herzkrankheiten; Früherkennung und Blutzuckerkontrolle — und moderne kardioprotektive Antidiabetika bei Indikation — verringern kardiovaskuläre Ereignisse. Die Blutzuckerziele sollten individualisiert werden; beachten Sie, dass die Werte hier in mg/dL angegeben sind. ([ddg.info](https://www.ddg.info/die-ddg/arbeitsgemeinschaften/diabetes-herz?utm_source=openai))
  • Rauchen aufgeben und Passivrauch reduzieren. Rauchstopp gehört zu den effektivsten Maßnahmen zur Senkung des Herzinfarktrisikos. Die Herzstiftung setzt sich für nationale Tabakkontrolle und individuelle Rauchstopp‑Unterstützung ein. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/herzgesundheit-ist-kein-zufall-jetzt-gegen-big-five-risikofaktoren-fuer-herzinfarkt-aktiv-werden-3406339?utm_source=openai))
  • Herzgesunde Ernährung annehmen und Salz reduzieren. Die Herzstiftung und deutsche Behörden empfehlen eine mediterran angelegte Ernährung reich an Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Fisch und mit begrenzten verarbeiteten Lebensmitteln; das BfR und die DGE unterstützen Maßnahmen zur Reduzierung des Salzgehalts verarbeiteter Lebensmittel, um die Bevölkerungsprävalenz von Bluthochdruck zu senken. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))
  • Bleiben Sie körperlich aktiv und halten Sie ein gesundes Gewicht. Mindestens 150 Minuten pro Woche moderate Aktivität, zweimal pro Woche Krafttraining und das Begrenzen langer Sitzzeiten. Die deutschen Rehabilitations‑ und Präventionsgesellschaften bieten herzspezifische Bewegungsleitlinien (Herzsport, kardiologische Rehabilitation). ([dgpr.de](https://www.dgpr.de/fileadmin/files/DGPR/PDF-Files/Herzgesundes-Bewegen.pdf?utm_source=openai))
  • Impfen (Influenza, COVID‑19 wo angezeigt). Die saisonale Grippeimpfung reduziert kardiovaskuläre Komplikationen bei herzkranken Patientinnen und Patienten und wird Menschen mit Herzkrankheiten empfohlen. Die Herzstiftung befürwortet Impfungen als Teil der Herzversorgung. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/risiko-fuer-herzinfarkt-und-ploetzlichen-herztod-senken-aerzte-raten-zu-diesen-acht-massnahmen-3411837?utm_source=openai))

Praktische, evidenzbasierte Maßnahmen für Menschen in Deutschland

Die Deutsche Herzstiftung konzentriert sich auf praktische Maßnahmen, die Sie heute anwenden können. Hier ist eine Checkliste mit kurzen Erklärungen, zugeschnitten auf das Leben in Deutschland.

  1. Vereinbaren Sie einen Gesundheits-Check (Check-up 35) oder einen Hausarzttermin. Wenn Sie 35 Jahre oder älter sind, bietet die gesetzliche Krankenversicherung eine regelmäßige Gesundheitsuntersuchung (häufig alle drei Jahre) an, die Blutdruckmessung, Basis-Blutuntersuchungen und Risiko-Beratung umfasst; nutzen Sie diesen Termin, um nach dem SCORE2‑Risiko und kardiovaskulärer Prävention zu fragen. Für Personen unter 35 Jahren bieten viele Krankenkassen einmalige Vorsorgechecks an; prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Krankenkasse. ([meine-krankenkasse.de](https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/check-up?utm_source=openai))
  2. Blutdruck zu Hause messen und überwachen. Eine validierte Oberarmmanschette und das Führen eines Blutdrucktagebuchs helfen Ihrem behandelnden Arzt bei der Therapieentscheidung. Viele Deutsche nutzen Heimmessgeräte; Apotheken und Hausarztpraxen können dazu beraten. Halten Sie das von Ihrem behandelnden Arzt gesetzte Blutdruckziel ein (häufig <140/90 mmHg für viele Erwachsene, niedrigere Ziele bei Hochrisikopatienten unter ärztlicher Aufsicht). ([academic.oup.com](https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/34/3227/6358713?utm_source=openai))
  3. Kennen Sie Ihre Laborwerte: LDL, nüchterner Blutzucker (mg/dL), HbA1c, Kreatinin. Bringen Sie ausgedruckte Befunde zu Terminen mit. Die DDG und kardiologische Leitlinien betonen, diese Werte zusammen mit dem Gesamtrisiko zur Therapieentscheidung zu berücksichtigen. In Deutschland geben Labore routinemäßig mmol/L für Glukose an; wenn Sie mg/dL verwenden, denken Sie daran: 1 mmol/L ≈ 18 mg/dL (also entsprechen 100 mg/dL ≈ 5,6 mmol/L). Verwenden Sie mg/dL, wenn Sie es bevorzugen — besprechen Sie die Einheiten aber mit Ihrem behandelnden Arzt. ([ddg.info](https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Englische_Leitlinien/Diabetes_and_the_Heart.pdf?utm_source=openai))
  4. Reduzieren Sie Salz- und verarbeitete Lebensmittel. Verringern Sie Fertiggerichte, Wurstwaren und Schmelzkäse; kochen Sie häufiger mit frischen Zutaten und Kräutern. Das BfR hat die Lebensmittelindustrie zu einer Salzreduktion aufgefordert, um den Blutdruck in der Bevölkerung und das Schlaganfallrisiko zu senken. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))
  5. Setzen Sie auf eine mediterran geprägte Ernährung. Mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, fettreiche Fische (z. B. Hering, Lachs), Vollkornprodukte und Nüsse; begrenzen Sie rotes/verarbeitetes Fleisch und zuckerhaltige Getränke. Die DGE und die Herzstiftung befürworten diese Prinzipien. ([dge.de](https://www.dge.de/wissenschaft/dge-leitlinien/leitlinie-kohlenhydrate/?utm_source=openai))
  6. Hören Sie mit dem Rauchen auf und nutzen Sie lokale Unterstützungsangebote. In Deutschland gibt es verhaltenstherapeutische Beratungen und medikamentöse Therapien, die von vielen Krankenkassen teilweise übernommen werden; fragen Sie Ihren Hausarzt oder einen Raucherentwöhnungsdienst (Rauchfrei‑Programme). Frühzeitiges Aufhören senkt das kardiovaskuläre Risiko deutlich. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/herzgesundheit-ist-kein-zufall-jetzt-gegen-big-five-risikofaktoren-fuer-herzinfarkt-aktiv-werden-3406339?utm_source=openai))
  7. Beginnen oder beibehalten Sie regelmäßige körperliche Aktivität. Ziel sind 150–300 Minuten mäßiger Aktivität pro Woche und muskelstärkende Übungen zweimal wöchentlich. Treten Sie nach kardiologischen Ereignissen lokalen Herzsportgruppen (Herzsport) bei — diese Programme sind in deutsche Rehabilitationswege integriert. ([dgpr.de](https://www.dgpr.de/fileadmin/files/DGPR/PDF-Files/Herzgesundes-Bewegen.pdf?utm_source=openai))
  8. Halten Sie sich an Medikationspläne und verstehen Sie Nebenwirkungen. Wenn Ihnen Statine, Blutdruckmedikamente, Thrombozytenaggregationshemmer oder kardiometabolische Medikamente verschrieben wurden, nehmen Sie diese wie verordnet ein und besprechen Sie Nebenwirkungen mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, anstatt die Medikamente abzusetzen. Die Deutsche Herzstiftung fördert eine informierte Therapietreue. ([herzstiftung.de](https://herzstiftung.de/Koronare-Herzkrankheit-Sonderband.html?utm_source=openai))

Screening, Check-ups und das deutsche Gesundheitssystem

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland bietet strukturierte Möglichkeiten zur Prävention und Nachsorge:

  • Check-up 35: Eine grundlegende Vorsorgeuntersuchung für Versicherte, die Anamnese, Blutdruckmessung und bei Bedarf Bluttests umfasst — ein praktischer Einstieg, um Hypertonie, Hyperlipidämie oder Hyperglykämie frühzeitig zu erkennen. Nutzen Sie ihn, um kardiologische Anliegen mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt zu besprechen. ([meine-krankenkasse.de](https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/check-up?utm_source=openai))
  • Disease‑Management‑Programme (DMPs): Für chronische Erkrankungen wie Typ‑2‑Diabetes und koronare Herzkrankheit helfen strukturierte DMPs, evidenzbasierte Nachsorge zu standardisieren und Komplikationen zu reduzieren. Die DDG ist aktiv an der Gestaltung von Versorgungsstandards für die Diabetesbehandlung in diesen Programmen beteiligt. ([ddg.info](https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Praxisempfehlungen/2024/dus_2024_Praxisempfehlungen_Ausgabe_gesamt.pdf?utm_source=openai))
  • Herzrehabilitation und Herzsport: Nach Herzereignissen gibt es in Deutschland etablierte Rehabilitationswege, die beaufsichtigte Bewegung, Schulungen und Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung umfassen — wichtig für langfristige Ergebnisse. ([herzmedizin.de](https://herzmedizin.de/meta/presse/pressemitteilungen/2025/herzbericht-2025?utm_source=openai))

Besondere Populationen: Diabetes, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und ältere Erwachsene

Das kardiovaskuläre Risiko wird durch Begleiterkrankungen und die Lebensphase beeinflusst:

  • Menschen mit Diabetes: Diabetes erhöht das kardiovaskuläre Risiko erheblich. Die DDG empfiehlt eine integrierte kardiometabolische Risikoabschätzung und den Einsatz von Therapien mit nachgewiesenem kardiovaskulärem Nutzen (SGLT2‑Hemmer, GLP‑1‑Rezeptoragonisten bei geeigneten Patientinnen und Patienten) gemäß aktueller Leitlinien. Für den Blutzucker berichten deutsche Labore möglicherweise mmol/L; hier verwenden wir mg/dL wie angefragt — Beispiel: ein HbA1c von 7 % entspricht einem durchschnittlichen Blutzucker von ~154 mg/dL. Besprechen Sie individualisierte glykämische und kardiovaskuläre Zielwerte mit Ihrem Diabetes-Team. ([ddg.info](https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Englische_Leitlinien/Diabetes_and_the_Heart.pdf?utm_source=openai))
  • Frauen: Herzkrankheiten können sich bei Frauen anders darstellen; schwangerschaftsbezogene hypertensive Störungen, Autoimmunerkrankungen und im späteren Leben auftretende Risikofaktoren verändern das lebenslange Risiko. In deutschen Zentren gibt es spezialisierte Angebote der Frauenherzmedizin, um diese Unterschiede zu berücksichtigen. ([dhzc.charite.de](https://www.dhzc.charite.de/frauenherzmedizin/?utm_source=openai))
  • Ältere Erwachsene: Verwenden Sie SCORE2‑OP (für ältere Personen) zur Risikobewertung und individualisieren Sie Zielwerte; Prävention bleibt auch im hohen Alter vorteilhaft. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8248997/?utm_source=openai))
  • Menschen mit Migrationshintergrund und mehrsprachigem Bedarf: Stellen Sie sprachgerechte Beratung sicher und nutzen Sie übersetzte Patienteninformationen (die Deutsche Herzstiftung und große Kliniken stellen oft Materialien in Englisch zur Verfügung). Community-Outreach erhöht die Inanspruchnahme präventiver Maßnahmen. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11382529/?utm_source=openai))

Wenn der Lebensstil nicht ausreicht: Medikamente & deutsche/europäische Leitlinien

Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, um das Risiko zu senken, ist eine leitliniengerechte Pharmakotherapie unerlässlich. Die Präventionsleitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und deutsche Fachgesellschaften geben Hinweise, wann Statine, Antihypertensiva, Thrombozytenaggregationshemmer und kardioprotektive Antidiabetika begonnen werden sollten. SCORE2 ist der empfohlene Risikorechner zur Orientierung bei Entscheidungen zur Primärprävention in Europa (und wird von deutschen Klinikerinnen und Klinikern übernommen). Besprechen Sie Nutzen und Risiken mit Ihrem Arzt — deutsche Fachgesellschaften (DGK, DGIM, DDG) veröffentlichen für die lokale Praxis angepasste Empfehlungen. ([academic.oup.com](https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/34/3227/6358713?utm_source=openai))

Häufige Mythen und Missverständnisse

  • Mythos: "Wenn ich mich gut fühle, ist mein Herz in Ordnung." Tatsache: Arteriosklerose kann jahrelang symptomlos sein — objektive Untersuchungen sind wichtig. ([herzmedizin.de](https://herzmedizin.de/fuer-patienten-und-interessierte/vorsorge/risikofaktoren/risiko-herz-kreislauf-erkrankungen?utm_source=openai))
  • Mythos: "Natürliche Mittel reichen aus." Tatsache: Lebensstil hilft, aber Medikamente können für Hochrisikopersonen lebensrettend sein; Ansätze unter ärztlicher Aufsicht kombinieren. ([academic.oup.com](https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/34/3227/6358713?utm_source=openai))
  • Mythos: "Wenig Salz ist irrelevant." Tatsache: Die Reduzierung der Salzaufnahme in der Bevölkerung senkt den durchschnittlichen Blutdruck und kardiovaskuläre Ereignisse; deutsche Behörden wie das BfR empfehlen die Reduzierung des Salzgehalts in verarbeiteten Lebensmitteln. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))

Häufig gestellte Fragen

  1. F: Wie oft sollte ich mein Cholesterin und meinen Blutdruck kontrollieren lassen?

    A: Mindestens einmal jährlich, wenn Sie Risikofaktoren haben (Hypertonie, Diabetes, Rauchen, familiäre Vorbelastung) oder wie von Ihrem Hausarzt geraten. Andernfalls orientieren Sie sich am Check-up 35 und besprechen Sie einen individuellen Plan mit Ihrem Arzt. ([meine-krankenkasse.de](https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/check-up?utm_source=openai))

  2. F: Welcher Nüchternblutzuckerwert in mg/dL sollte mir Sorgen machen?

    A: Ein Nüchternplasmaglukosewert ≥126 mg/dL bei wiederholter Messung weist auf Diabetes hin; Werte von 100–125 mg/dL deuten auf gestörte Nüchternglukose (Prädiabetes) hin. Verwenden Sie konsequent die Einheit mg/dL und bestätigen Sie dies mit Ihrem Hausarzt. Die DDG stellt diagnostische Grenzwerte und Behandlungswege bereit. ([ddg.info](https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Englische_Leitlinien/Diabetes_and_the_Heart.pdf?utm_source=openai))

  3. F: Ist die Influenza-Impfung für Menschen mit Herzkrankheiten wichtig?

    A: Ja — Influenza kann kardiale Ereignisse auslösen. Die Deutsche Herzstiftung und medizinische Fachgesellschaften empfehlen die saisonale Influenza-Impfung für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/risiko-fuer-herzinfarkt-und-ploetzlichen-herztod-senken-aerzte-raten-zu-diesen-acht-massnahmen-3411837?utm_source=openai))

  4. F: Werden kardiologische Rehabilitation und Herzsport von der Versicherung übernommen?

    A: Die kardiologische Rehabilitation nach akuten Ereignissen ist Teil der Standardversorgung und wird in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen; lokale Herzsportgruppen sind weit verbreitet und werden häufig als Teil der langfristigen Sekundärprävention empfohlen. ([herzmedizin.de](https://herzmedizin.de/meta/presse/pressemitteilungen/2025/herzbericht-2025?utm_source=openai))

  5. F: Wie beeinflusst die Ernährungsumgebung in Deutschland das Herzrisiko?

    A: Verarbeitete Lebensmittel mit hohem Salz- und Gehalt an gesättigten Fetten tragen zu Hypertonie und Dyslipidämie bei. Deutsche Behörden wie das BfR und die DGE unterstützen politische Maßnahmen und öffentliche Empfehlungen zur Reduktion von Salz und zur Förderung gesünderer Lebensmittelwahl. Individuelle und politische Maßnahmen zusammen verringern das Risiko. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))

Wissenschaftliche Referenzen

Die wichtigsten primären Quellen und deutschen Organisationen, die in diesem Artikel zitiert werden (klickbare Links werden von der Verlagsseite bereitgestellt):

  1. Robert Koch‑Institut — Seiten zu Herz‑ und Kreislauferkrankungen sowie Mortalitätsüberwachung. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Koerperliche-Gesundheit/Herz-Kreislauf/herz-kreislauf-erkrankungen-node.html?utm_source=openai))
  2. Deutsche Herzstiftung — Patientenempfehlungen, Herzwochen und Pressematerial zu den „Big Five“-Risikofaktoren. ([mynewsdesk.com](https://www.mynewsdesk.com/de/deutsche-herzstiftung-e-v/pressreleases/herzgesundheit-ist-kein-zufall-jetzt-gegen-big-five-risikofaktoren-fuer-herzinfarkt-aktiv-werden-3406339?utm_source=openai))
  3. European Society of Cardiology (ESC) — Leitlinien 2021/aktualisierte Leitlinien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen; SCORE2‑Risikorechner. ([academic.oup.com](https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/34/3227/6358713?utm_source=openai))
  4. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) — Leitlinien/Hinweise zu Diabetes und kardiovaskulärem Risiko. ([ddg.info](https://www.ddg.info/die-ddg/arbeitsgemeinschaften/diabetes-herz?utm_source=openai))
  5. BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) — Stellungnahmen und Empfehlungen zur Salzreduktion und zur bevölkerungsweiten Blutdruckkontrolle. ([bfr.bund.de](https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/?utm_source=openai))
  6. Deutscher Herzbericht / DGPR — Daten zu Rehabilitation und Prävalenz von Risikofaktoren bei Herzpatienten. ([herzmedizin.de](https://herzmedizin.de/meta/presse/pressemitteilungen/2025/herzbericht-2025?utm_source=openai))
  7. DGIM / DGK / nationale Leitlinienquellen — Positionspapiere und Leitlinienkataloge, die für Kardiologie und Innere Medizin in Deutschland relevant sind. ([dgim.de](https://www.dgim.de/ueber-uns/kommissionen/leitlinien?utm_source=openai))
  8. WHO‑Faktenblatt zu Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und dem globalen Kontext. ([who.int](https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-%28cvds%29?utm_source=openai))
  9. Weitere europäische/internationale Übersichtsarbeiten zu SCORE2 und Risikoabschätzung (JACC, European Heart Journal, PubMed‑Artikel). ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36441402/?utm_source=openai))
  10. Informationen zum Check‑up 35 und zum deutschen Vorsorgeuntersuchungssystem (verschiedene GKV‑ und gesundheitspolitische Quellen). ([meine-krankenkasse.de](https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/check-up?utm_source=openai))

Hinweis: Dieser Artikel zitiert nationale deutsche Organisationen und internationale Leitliniengruppen, um den aktuellen Expertenkonsens für Leserinnen und Leser in Deutschland widerzuspiegeln. Für direkte Links zu diesen Quellen siehe die Referenzliste auf der Verlagsseite, auf der dieser Artikel erscheinen wird.

Medizinischer Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt nicht die professionelle medizinische Beratung. Persönliche medizinische Entscheidungen erfordern die Konsultation eines qualifizierten medizinischen Fachpersonals, das Ihre Vorgeschichte kennt. Wenn Sie akute Brustschmerzen, Atemnot, Ohnmachtsanfälle oder andere Notfallsymptome haben, rufen Sie die deutsche Notrufnummer (112) an oder suchen Sie umgehend medizinische Hilfe auf.

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